Semantisches Prozessmanagement und E-Business Lehrveranstaltung im - - PowerPoint PPT Presentation

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Semantisches Prozessmanagement und E-Business Lehrveranstaltung im - - PowerPoint PPT Presentation

explicit shared domain conceptualization semantics formal menatal model Semantisches Prozessmanagement und E-Business Lehrveranstaltung im SS 2013 Michael Fellmann Institut fr Informationsmanagement und Unternehmensfhrung


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SBPM& EB — SS 2013 | Michael Fellmann

Lehrveranstaltung im SS 2013 Michael Fellmann

Institut für Informationsmanagement und Unternehmensführung michael.fellmann@uos.de

Semantisches Prozessmanagement und E-Business

conceptualization shared semantics formal menatal model explicit domain

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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

2 Hinweis: Alle Beispielabbildungen in dieser Präsentation sind bis auf gekennzeichnete Ausnahmen der BPMN-Spezifikation entnommen (Dokument-ID: formal/2011-01-03), die unter http://www.omg.org/spec/BPMN/2.0/ eingesehen werden kann. Als Quellenangabe wird lediglich die Abbildungs- oder Tabellennummer aus der BPMN-Spezifikation verwendet.

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Ziele der „Business Process Model and Notation“ (BPMN)

„The primary goal of BPMN is to provide a notation that is readily understandable by all business users, from the business analysts that create the initial drafts of the processes, to the technical developers responsible for implementing the technology that will perform those processes, and finally, to the business people who will manage and monitor those processes.“ – BPMN 2 Spezifikation, S. 1

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BPMN > Historie und Charakterisierung

Ein Zitat aus der Spezifikation

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Historische Betrachtung

Historie – 2002: Entwicklung durch den IBM-Mitarbeiter Stephen A. White, veröffentlicht durch die Business Process Management Initiative (BPMI) – 2005: Die Object Management Group (OMG) übernimmt die Spezifikation, die BPMI fusioniert mit der OMG BPMN gilt als Standard der OMG. – 2006: Verabschiedung von BMPN 1.0 als offizieller Standard der OMG; BPMN wird von der Software-Industrie sehr gut angenommen. – 2010: Verabschiedung von BPMN 2.0 (nach Weiterentwicklung und Erweiterung der ersten Version).

4 Sprachen der Informationsmodellierung > Verhaltensbeschreibung > BPMN

www.omg.org/spec/BPMN/2.0/

BPMN > Historie und Charakterisierung

Entwicklung des Standards im Zeitverlauf

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Historische Betrachtung

Semantische Erweiterungen – Definition von Choreographie-Diagrammen – Definition von Konversationsdiagrammen – Erweiterungen für menschliche Interaktionen Semantische Verfeinerungen – Für Ereignisse

  • Kombination mehrerer Ereignisse, nicht-unterbrechende Ereignisse
  • Event-Subprozesse für einen Prozess

– Definition von Erweiterungsmöglichkeiten

  • Erweiterung von Prozessen um grafische Elemente

Konkretisierung der Spezifikation – Definition eines Metamodels, Formalisierung der Ausführungssemantik – Auflösung von bekannten Inkonsistenzen und Unklarheiten

5 Sprachen der Informationsmodellierung > Verhaltensbeschreibung > BPMN

BPMN > Historie und Charakterisierung

Neuerungen in der BPMN-Version 2.0

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Charakterisierung von BPMN

Fokus von BPMN – Konstrukte, die in einem engen und unmittelbaren Zusammenhang mit den Geschäftsprozessen stehen, wie

  • Durchzuführende Aktivitäten und ihre zeitliche und logische Abfolge
  • Beteiligte Organisationseinheiten und Daten

Nicht Fokus von BPMN – Keine Unterstützung für

  • Ressourcen und Organisationale Strukturen
  • Strategiemodelle

– Nur rudimentäre Unterstützung für

  • Datenmodelle
  • Funktionale Zerlegungen
  • Geschäftsregeln

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BPMN > Historie und Charakterisierung

Eingrenzung des Gegenstandsbereichs

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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

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BPMN > Basiskonstrukte

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Konstrukte der BPMN

Konfliktäre Designziele – Einfache, intuitiv verständliche Notation. – Beherrschung der mit der Ausführung von Geschäftsprozessen einhergehenden fach- lichen und technischen Komplexität, insbesondere bei der Behandlung von Ausnahmen.

  • Problem: Wie kann beides kombiniert werden?

Auflösung der Widersprüche – Notations-Kategorien zur Reduktion der grafischen Vielfalt der Sprachkonstrukte.

  • Intuitive Verständlichkeit, zumindest der Grundbedeutung eins Modells

– Verfeinerungen der Konstrukte durch geringfügige Notations-Modifikationen.

  • Erhöhung der Ausdrucksstärke, Präzisierung der Semantik

– Attributierung zur Ergänzung ausführungsrelevanter technischer Informationen.

  • Vermeidung einer Überfrachtung der grafischen Darstellung

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BPMN > Basiskonstrukte

Vorüberlegungen

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Konstrukte der BPMN

Die vier grundlegenden Kategorien sind: Flow Objects, Connecting Objects, Swimlanes und Artifacts

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Beispiele für Flussobjekte:

  • Ereignis
  • Aktivität
  • Gateway

Flussobjekte sind die

Knoten im Graph

Beispiele für Verbindungsobjekte:

  • Sequenzfluss
  • Nachrichtenfluss
  • Assoziation

Flussobjekte sind die

Kanten im Graph

Beispiele für Schwimmbahnen:

  • Pools
  • Lanes

Strukturierung des Modells Beispiele für Artefakte:

  • Datenobjekt
  • Gruppe
  • Annotation

Erweiterung des Modells

BPMN > Basiskonstrukte

Notationskategorien

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Konstrukte der BPMN

Semantik – Ein Ereignis ist etwas, das im Rahmen eines Geschäftsprozesses passiert. Ereignisse wirken sich auf den Fluss innerhalb des Prozesses aus und haben

  • eine Ursache (Auslöser) oder
  • eine Wirkung (Ergebnis).

– Es gibt drei Typen von Ereignissen, je nachdem wann sie im Fluss auftreten: Start-Ereignisse, Zwischen-Ereignisse und End-Ereignisse. Notation

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Startereignis Zwischenereignis Endereignis

BPMN > Basiskonstrukte

Ereignis

  • Tab. 7.2
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Konstrukte der BPMN

Semantik – Aktivitäten können atomar (nicht sinnvoll weiter zerlegbar) oder nicht-atomar sein und unterschieden werden in Prozesse, Sub-Prozesse und Tasks. – Die Verfeinerung einer Aktivität stellt einen Subprozess dar. Der Sequenzfluss kann die Begrenzung des Subprozess nicht überschreiten. Notation – Während Prozesse in Pools dargestellt werden, werden Tasks und Sub-Prozesse mit abgerundeten Rechtecken dargestellt. – Enthält eine Aktivität einen Subprozess, so kann dieser verborgen und durch ein „+“ gekennzeichnet werden.

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BPMN > Basiskonstrukte

Aktivität

Zugeklappter Unterprozess Aufgeklappter Unterprozess

  • Abb. 10.25, 10.26; Tab. 7.2
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Konstrukte der BPMN

Semantik – Der Terminus des „Gate“ ist angelehnt an die in elektronischen Schaltungen vorkommenden logischen Gatter. – Ein Gate wird benutzt, um das Auseinander- und Zusammenlaufen des Kontrollflusses zu steuern. – Über Gates können Abzweigungen, Aufspaltungen, Verschmelzungen und Zusammenführungen von Pfaden realisiert werden. – Interne Marker zeigen den Typ der Verhaltenssteuerung an. Notation

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BPMN > Basiskonstrukte

Gateway

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Konstrukte der BPMN

Semantik – Bei einer Verzweigung (XOR-Split) lässt das Gate den Kontrollfluss (die Tokens) abhängig von Verzweigungsbedingungen an genau einer ausgehenden Kante passieren. – Bei einer Zusammenführung (XOR-Join) wird auf eine der eingehenden Kante gewartet, um den ausgehenden Sequenzfluss zu aktivieren. Notation (mit Kontext, XOR-Split)

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Standardfluss (siehe die Verfeinerungen des Sequenzfluss-Konstrukts)

BPMN > Basiskonstrukte

Datenbasiertes exklusives Gateway (XOR-Split, XOR-Join)

Der Marker „X“ kann auch entfallen

  • Abb. 10.106
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Konstrukte der BPMN

Semantik – Sequenzfluss: Zeigt die Reihenfolge, in der Aktivitäten ausgeführt werden. – Nachrichtenfluss: Zeigt den Fluss von Nachrichten zwischen Teilnehmern (z.B. Geschäftspartnern), die sich in separaten Pools befinden können und deren Prozesse Aktivitäten zum Senden und empfangen enthalten. – Assoziation: Eine gerichtete Kante, welche die Zuordnung von Datenobjekten zu Flussobjekten erlaubt. Notation

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Sequenzfluss Nachrichtenfluss Assoziationen

BPMN > Basiskonstrukte

Verbindungsobjekte

  • Tab. 7.1
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Konstrukte der BPMN

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= Verbindung erlaubt

Ausnahmen, d.h. nicht erlaubt:

  • Verbindungen zwischen Aktivitäten verschiedener Pools
  • Verbindungen zwischen zugeklapptem Unterprozess und Umgebung

BPMN > Basiskonstrukte

Zulässige Verbindung zwischen Objekten: Sequenzflussregeln

Quelle: BPMN 1.2-Spezifikation, in BPMN2 Tab. 7.3

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Konstrukte der BPMN

Semantik – Pools: Ein Pool repräsentiert einen Teilnehmer in einem Prozess. Er fungiert als ein graphischer Container, der eine Menge von Aktivitäten bzw. Prozessen in Partitionen

  • zerlegt. Der Sequenzfluss darf Poolgrenzen nicht überschreiten.

– Lanes: „Schwimmbahnen“ sind Sub-Partitionen von Pools und unterteilen diese über die gesamte Länge, horizontal oder vertikal. Lanes werden verwendet, um Aktivitäten zu organisieren und kategorisieren. Notation

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Pool Lane Lane

BPMN > Basiskonstrukte

Schwimmbahnen

  • Tab. 7.1
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Gruppe

Konstrukte der BPMN

Typen und Nutzung – Artefakte werden benutzt, um zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen. – Neben durch die BPMN-Spezifikation standardisierten Artefakten können Modellierungswerkzeuge beliebige weitere Artefakte hinzufügen. Semantik – Data Object: Datenobjekte stellen Informationen darüber bereit, welche Informationen eine Aktivität zur Ausführung benötigt und/oder produziert. – Group: Erlaubt die Zusammenfassung von Aktivitäten, welche sich in der gleichen Kategorie befinden, zu Gruppen. Sie dienen der Dokumentation / Analyse. – Annotation: Text-Annotationen erlauben die Angabe beliebiger, weitere Informationen. Notation

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Informationsobjekt Text-Annotation

BPMN > Basiskonstrukte

Artefakte

  • Tab. 7.1
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Beispielprozess

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BPMN > Basiskonstrukte

Bestellabwicklung

  • Abb. 9.4
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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

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Verfeinerung der Aktivitäten

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Hinzufügung eines Aktivitätstyps (kleine Symbole oben links)

Alternative Verfeinerungen:

  • Aktivitäten, die Ereignis-Unterprozesse repräsentieren, können durch den Typ sie

auslösender Ereignisse verfeinert werden. (vgl. Tab. 12.16)

  • Aktivitäten, die global definierte Aktivitäten aufrufen (Aufruf-Aktivitäten) werden durch die

Angabe des Aktivitätstyps, den sie aufrufen, verfeinert. (vgl. Tab. 12.18)

  • Tab. 12.9
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Kompensation Ad-hoc- Prozess Mehrfachinstanz sequentiell Mehrfachinstanz parallel

Verfeinerung des Aktivitäts-Konstrukts

Semantik – Durch Attribut-Hinterlegungen kann für Tasks und Sub-Prozesse bestimmt werden, ob diese wiederholt oder nur einmalig auszuführen sind.

  • Die wiederholte Ausführung kann sowohl durch Schleifen-Aktivitäten als auch

durch mehrere Instanzen (Mehrfachinstanz-Aktivitäten) realisiert werden.

  • Während Schleifen sequenziell ausgeführt werden, kann bei mehrfachen

Instanzen die Ausführung wahlweise auch parallel erfolgen. – Ad-hoc-Sub-Pozesse enthalten ausschließlich Tasks. Diese Tasks können beliebig oft ausgeführt werden. Ein Ad-hoc-Prozess endet, wenn die Endbedingung erfüllt ist. – Kompensations-Aktivitäten dienen dem „Rückgängigmachen“ von Aktivitäen. Notation

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Schleife

  • BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Schleifen-, Mehrfachinstanz-, Ad-hoc- und Kompensations-Aktivität

  • Tab. 7.2; 12.8; 12.12-13
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Verfeinerung des Aktivitäts-Konstrukts

Es sind prinzipiell die gleichzeitige Verwendung mehrerer Aktivitäts-Konstrukt- Verfeinerungen, die durch Marker am unteren Rand angezeigt werden, zulässig. Ausnahme: Schleife und mehrfache Instanz dürfen nicht zusammen auftreten.

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Kombination von Verfeinerungen

  • Abb. 10.26
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Verfeinerung des Aktivitäts-Konstrukts

Semantik – Die Verfeinerung der Aktivität gibt Aufschluss über die involvierten Partner. – Partner, die die Aktivität initiieren, werden ohne Schattierung dargestellt. Notation Es sind zusätzliche Verfeinerungen wie Parallelausführung und ein- und ausgehende Nachrichten möglich, Notation siehe rechts.

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Choreographie-Aktivität mit zugeklapptem Unterprozess

BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Choreographie-Aktivität

Choreographie-Aktivität mit aufgeklapptem Unterprozess

  • Tab. 7.2
  • Tab. 12.27-12.33
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Verfeinerung des Gate-Konstrukts

Übersicht

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Abbildung (nicht nur) logischer Operationen

  • Tab. 7.2; 12.23
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Verfeinerung des Gate-Konstrukts

Semantik – Bei der Verzweigung werden alle ausgehenden Kanten simultan aktiviert, d.h. das Gate schickt zu jeder ausgehenden Kante ein Token heraus (AND-Split). Notation (mit Kontext, AND-Split)

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Semantisch äquivalent

Achtung: Die entsprechenden zus.führenden Konstrukte sind semantisch NICHT äquivalent!

BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Paralleles Gateway, verzweigend (AND-Split), explizit und implizit

  • Tab. 7.2; 10.110
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Semantik – Bei der Zusammenführung wird gewartet, bis auf allen eingehenden Kanten ein Token eingetroffen ist, erst dann wird zum Ausgang ein Token geschickt (AND-Join). Notation (mit Kontext, AND-Join)

Verfeinerung des Gate-Konstrukts

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BPMN > Basiskonstrukte

Paralleles Gateway, zusammenführend (AND-Join), explizit

Semantisch äquivalent zum XOR- oder OR-Gate Wenn bei der Zusammenführung synchronisiert werden soll, muss dies explizit durch ein AND-Gate angezeigt werden Hinweis:

  • Tab. 7.2; 10.111
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Verfeinerung des Gate-Konstrukts

Semantik – Bei einer Verzweigung (OR-Split) prüft das Gate anhand von Verzweigungsbedingungen für jede ausgehende Kante separat, ob diese zu aktivieren ist oder nicht, d.h. es können null, eine mehrere ausgehende Kanten aktiviert werden. – Bei einer Vereinigung (OR-Join) wird auf alle aktiven eingehenden Kanten gewartet, d.h. für die der Empfang von Tokens möglich ist. Notation (mit Kontext, OR-Split)

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Semantisch äquivalent

BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Datenbasiertes inklusives Gateway (OR-Split/Join), explizit und implizit

  • Tab. 7.2
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Reaktion auf ein Signal. Auftreten bei Startereignissen und Zwischenereignissen. Erzeugung eines Signals. Auftreten bei Zwischenereignissen und Endereignissen. Der Typ spezifiziert die Ursache des Auslösens eines Ereignisses, wie

  • bspw. Nachrichten, Zeit, Fehler etc.

Verfeinerung des Ereignis-Konstrukts

Weitere Gliederung der Ereignisse – nach dem Typ – nach eintretenden („catch“) Ereignissen und auslösenden („throw“) sowie nach unterbrechenden/nicht unterbrechenden Ereignissen.

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Präzisierung der Semantik Steuerung des Ablaufs. Nicht-unterbrechende Ereignisse können bspw. zur Überwachung laufender Aktivitäten eingesetzt werden.

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Verfeinerung des Ereignis-Konstrukts

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Übersicht über die Ereignis-Typen

  • Tab. 10.93; 12.22
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Verfeinerung des Ereignis-Konstrukts

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Übersicht über die Ereignis-Typen

  • Tab. 10.93; 12.22
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Verfeinerung des Ereignis-Konstrukts

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Eintretend Auslösend Start-Ereignis, das eine neue Prozessinstanz

  • der einen Event-

Subprozess startet. Zwischen-Ereignis. In Prozess eingebettet: Fortsetzung nach Empfang einer Nachricht. An Aktivität angeheftet: Abbruch der Aktivität bei Empfang einer Nachricht. Nicht-unterbrechendes Zwischenereignis, das an Aktivitäten angeheftet werden kann, um auf eingehende Nachrichten während der Aktivitätsausführung zu reagieren. Zwischenereignis, das mit dem Senden einer Nachricht

  • einhergeht. Danach wird der

Prozess fortgesetzt.

BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Beispiel: Semantische Präzisierung des Nachrichten-Ereignisses Start-Ereignis eines Ereignis- Unterprozesses, das den Hauptprozess nicht stoppt. End-Ereignis, das mit dem Senden einer Nachricht einhergeht.

  • Tab. 10.93; 12.22
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Verfeinerung der Verbindungskonstrukte

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Präzisierung der Sequenz-, Nachrichten- und Assoziationstypen

  • Tab. 12.35

Implizite Gruppierung ähnlicher Verbindungsobjekte über den Linien- und Pfeiltyp

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Verfeinerung der Datenobjekt- und Pool-Konstrukte

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Präzisierung durch Hinzufügung von Symbolen zu den Basis-Shapes

  • Tab. 12.26
  • Tab. 12.21; 12.26

t

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Nachrichtenfluss-Verbindungsregeln

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= Nachrichtenfluss erlaubt

Ausnahmen, d.h. nicht erlaubt: Nachrichten zwischen Objekten im gleichen Pool.

BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Zulässige Kommunikation zwischen verschiedenen Objekten

  • Tab. 7.4
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Aufgabe

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BPMN > Verfeinerung der Basiskonstrukte

Interpretation eines BPMN-Diagramms

Erläutern Sie den Ablauf mit Ihren eigenen Worten!

  • Abb. 10.1
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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

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BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

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Angeheftete Zwischenereignisse

Semantik – Allgemein werden angeheftete Zwischen-Ereignisse entsprechend der Ereignis- Typdimension extern (z.B. Zeit) oder durch die Ausführung einer Aktivität ausgelöst (z.B. Fehler). – Im Falle des angeheftete Fehler-Zwischenereignisses wird dieses ausgelöst, wenn ein Fehler bei der Aktivitätsausführung auftritt (Analogie: Sog. „Exception-Handling“ in etablierten Programmiersprachen). Notation (mit Kontext)

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Angeheftetes Zwischen-Ereignis Ausnahmefluss Ausnahmebehandlung

BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Initiierung von Ausnahmeflüssen

  • Tab. 7.2
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Angeheftete Zwischenereignisse

Semantik – In manchen Situationen müssen die Effekte einer Aktivität rückgängig gemacht werden, etwa beim Scheitern einer Transaktion. Der Bedarf zur Rückgängigmachung wird durch ein angeheftetes Kompensations-Zwischenereignis detektiert. – Das Kompensations-Zwischenereignis setzt ein Token in die Kompensations- Assoziation; diese tritt außerhalb des Sequenzflusses auf. Das Ziel der Assoziation muss als Kompenations-Aktivität markiert sein (Rückwärtspfeil ähnlich wie bei Medien- Abspielgeräten). Notation (mit Kontext)

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Kompensations-Assoziation Kompensierungs-Aktivität

BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Initiierung von Kompensationen

  • Tab. 7.2; 10.21 (In Tab. 7.2 fehlt das

Symbol bei der Kompensations-Aktivität)

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Ereignis-Unterprozesse

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BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Initiierung von lokal in einer Aktivität spezifizierten Unterprozessen durch Ereignisse

Beispiel 1

Ereignis- Unterprozess

  • Abb. 10.122
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BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Beispiel 2

Ereignis- Unterprozesse

Durch die drei Ereignis- Unterprozesse können verschiedene Dinge erreicht werden: Status-Updates, Rückabwicklung im Falle des Scheiterns und Fehlerbehandlung.

  • Abb. 10.32
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Transaktionen

Semantik – Eine Transaktion ist eine Sub-Prozess bestehend aus Aktivitäten, die logisch zusammengehören. – Zu einer Transaktion kann ein Protokoll mitgeführt werden, aus dem hervorgeht, ob alle an der Transaktion beteiligten Parteien der weiteren Ausführung oder dem Abbruch zustimmen. Notation

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BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Grundform

  • Tab. 12.14-15

Zugeklappter Transaktions-Unterprozess Aufgeklappter Transaktions-Unterprozess

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Beispiel: Bestellung maßgefertigter Produkte – Ein Abbruch an beliebiger Stelle im Prozess mittels eines auslösenden Abbruch- Ereignisses führt zum Auslösen des Transaktionsabbruchs. – Der Transaktionsabbruch führt zur Auslösung der in der Transaktion spezifizierten Kompensations-Zwischenereignisse, die nun die Kompensationsaktivitäten starten.

Transaktionen

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BPMN > Ereignisbehandlung und Fehlermanagement

Transaktion mit Ereignisbehandlung

  • Quelle: Eigene Erstellung
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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

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Abstrakte Prozesse

Charakterisierung – Der abstrakte Prozess zeigt die Reihenfolge benötigter Nachrichten. – Lediglich diejenigen Aktivitäten, die zur Kommunikation eines internen Prozesses mit seiner Umwelt erforderlich sind sowie die erforderlichen Kontrollflüsse sind im abstrakten Prozessmodell enthalten.

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Auch verstehbar als Modellierung „einseitig“ betrachteter Kollaborationen

  • Abb. 7.2
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Kollaborationen

Charakterisierung – Eine Kollaboration zeigt die Interaktionen zwischen zwei oder mehreren Geschäfts- entitäten anhand der Abfolge der zwischen ihnen ausgetauschten Nachrichten.

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Modellierung von Interaktion zwischen Partnern

  • Abb. 7.3
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Charakterisierung: Choreographien fokussieren Tätigkeiten ohne zentrale Kontrolle.

Choreographien

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Modellierung der in Kollaborationen notwendigen Aktivitäten Beispiel einer Kollaboration Mit der Kollaboration korrespondierende Choreographie

  • Abb. 11.40-41
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Choreographien

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  • Abb. 9.32

BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Verbindung einer Choreographie mit einem abstrakten und einem privaten Prozess

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Konversationen

Charakterisierung – Konversationen sind vereinfachte Kollaborationen. Sie zeigen die Zusammenarbeit der beteiligten Partner über Nachrichtenaustäusche auf einer aggregierten Ebene auf.

Beispiel (zusammen- geklappt) Beispiel (expandiert)

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  • Abb. 11.40
  • Abb. 11.41

BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Beschreibung abstrakter Prozesse

Weitere Details zur Notation auch in Tab. 12.34

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Konversationen

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Erweitertes Beispiel

  • Abb. 7.5
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Konversationen

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BPMN > Kollaboration, Choreographie und Konversation

Verbindung einer Konversation mit einem privaten Prozess

  • Abb. 9.28
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Agenda

Semantische Prozessmodellierung mit BPMN 2.0 – Historie und Charakterisierung von BPMN – Basiskonstrukte für einfache Modelle – Verfeinerung der Basiskonstrukte – Erweiterte Ereignisbehandlung und Fehlermanagement – Kollaboration, Choreographie und Konversation – Weiterführendes: Metamodell und Abbildung auf BPEL

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BPMN > Metamodell, BPEL

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Ausschnitt aus dem Metamodell

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BPMN > Metamodell, BPEL

Beispiel: Verortung der abstrakten Klasse „Event“ im Metamodell

  • Abb. 8.20 (Ausschnitt)

Verfeinerung auf nächster Folie

Klassennamen in Kursivschnitt sind abstrakte Klassen, also nicht direkt instanziierbar

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Ausschnitt aus dem Metamodell

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BPMN > Metamodell, BPEL

Subklassen der abstrakten Klasse „Event“ Verfeinerung auf nächster Folie

  • Abb. 8.20 (Ausschnitt)
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SBPM& EB — SS 2013 | Michael Fellmann

Ausschnitt aus dem Metamodell

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BPMN > Metamodell, BPEL

Abstrakte Klasse „EventDefinition“ als Basis zur Ereignistyp-Charakterisierung

  • BPMN ist selbst eine Art Modell. Dafür steht das „M“ in BPMN
  • Abb. 10.73
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Spezifikation einer Abbildung von BPMN auf BPEL

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BPMN > Metamodell, BPEL

Am Beispiel der Schleifenaktivität

  • Das Mapping auf BPEL behebt einen großen Kritikpunkt der BPMN-Version 1.0

BPEL = Business Process Execution Language

BPMN-Spec., S. 454

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SLIDE 56

SBPM& EB — SS 2013 | Michael Fellmann

Abschließende Bemerkung

Vorteile von BPMN – Einfachheit (zumindest in der Grundform) durch Notations-Kategorien. – Hohe Ausdrucksstärke und Präzision bei der Beschreibung des Systemverhaltens hinsichtlich Fehler- und Ausnahmezuständen. – Sprache erlaubt eine schrittweise Detaillierung durch die Verfeinerungen der Basiskonstrukte und die Hinterlegung mit Attributen. – Gute Akzeptanz in der Praxis, da OMG-Standard. Nachteile von BPMN – Komplexität der Sprache bei Ausnutzung aller Verfeinerungen hoch. – Sprache deckt keine fachlichen Aspekte wie Ressourcen oder Ziele ab.

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BPMN

Vor- und Nachteile, kritische Würdigung

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SLIDE 57

SBPM& EB — SS 2013 | Michael Fellmann

Notationsübersicht

57 Sprachen der Informationsmodellierung > Verhaltensbeschreibung > BPMN

www.bpmb.de/images/BPMN2_0_Poster_DE.pdf

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SLIDE 58

SBPM& EB — SS 2013 | Michael Fellmann

Lehrveranstaltung im SS 2013 Michael Fellmann

Institut für Informationsmanagement und Unternehmensführung michael.fellmann@uos.de

Semantisches Prozessmanagement und E-Business

conceptualization shared semantics formal menatal model explicit domain